Dienstag, 19. Dezember 2017

Mein bestes Jahr



Das Jahr neigt sich dem Ende zu und für viele ist diese Zeit eine Gelegenheit, um inne zuhalten, das Jahr Revue passieren zu lassen, Bestandsaufnahme zu machen und für das neue Jahr erste Pläne zu schmieden. 
Schon im letzten Jahr war ich genau deshalb auf der Suche nach einem Tool, einem Hilfsmittel, dass es mir leichter macht, dies zu bewerkstelligen. Ich war damals nicht sehr zufrieden darüber, wie es bei mir lief und auf einem Blog fand ich dann schließlich einen interessanten Artikel über dasLife & Workbook von Nicole Frenken und Susanne Pilokat-Tangens“.
Ein Buch, das dir hilft deine Wünsche, Pläne und Träume zu finden, sie zu formulieren und diese dann tatsächlich auch in umsetzbare Maßnahmen aufzuschreiben, das war genau das was ich suchte und bestellte es sofort.
Eines kann ich vorwegnehmen: ich war begeistert!
Dieses Buch hat mich mein ganzes letztes Jahr begleitet, als Kompass, der mich immer wieder zurück zu meinen Zielen und meinen Wünschen gebracht hat. Ich habe dadurch viel von dem erreicht, was ich mir vorgenommen habe, einiges blieb auf der Strecke und wird mich im neuen Jahr begleiten, von manchem habe ich mich verabschiedet, es hat nicht gepasst.
Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr an der Blogparade für das neue „Life&Workbook 2018“ teilnehmen kann und damit Gelegenheit habe, meinen Leserinnen und Lesern das Buch ein wenig detaillierter vorzustellen. Ich habe schon angefangen, das neue Buch für 2018 zu bearbeiten, bin aber noch lange nicht fertig.

Ein Jahresrückblick bringt Klarheit
Es beginnt mit einem Jahresrückblick. Im letzten Jahr war das für mich nicht so einfach, viele Dinge liefen gar nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Mich hat erschreckt, dass ich mich auch oft gar nicht erinnern konnte, was so gewesen war und dadurch die Fragen gar nicht richtig beantworten konnte. Wie traurig! Das wird in diesem Jahr definitiv besser werden, ich habe deutlich bewusster gelebt.

Die Bestandsaufnahme – ein Augenöffner
Bei der abschließenden Bestandsaufnahme und der Frage in welchen Bereichen du in deinem Leben zufrieden bist, ist mir damals beinahe die Kinnlade runter gefallen. 14 Lebensbereiche sind zu bewerten und in so vielen, waren Defizite. Da kommen die Karten auf den Tisch, das kann man sich nicht mehr schön reden.

Dein bestes Jahr 2018 – ein detaillierter Plan
Ich habe mir im letzten Jahr geschworen, dass mir das nicht mehr passieren wird. Die zahlreichen Übungen und Aufgaben, die einem helfen, sein „bestes Jahr“ zu planen, sind nicht immer einfach. Auf einen Rutsch konnte ich diese nicht ausfüllen, aber so nach und nach im Laufe des Jahres sind meine Vorstellungen gereift und konkreter geworden. Das ist auch mein Rat, sich Zeit lassen, nachdenken, das Buch immer wieder zur Hand nehmen, reflektieren. Es hilft wenig, es am Anfang des Jahres auszufüllen und es dann für 12 Monate weg zulegen.

Zum Schluss wird man aufgefordert, Ziele zu formulieren, nach der bekannten Be-Smart-Formel. Als Betriebsbswirtin ist mir diese Aufgabe leicht gefallen, ich bin es gewohnt Ziele zu formulieren, aber durch die Übungen im Vorfeld, drängen sich die persönlichen Ziele förmlich auf. Sie sind aus mir nur so raus gesprudelt.


Damit ihr nun selbst eine wenig in dieses tolle Buch schnuppern könnt, habe ich drei Arbeitsblätter für euch zum Download vorbereitet. Einfach auf die Datei klicken. Viel Spaß damit:
Bestandsaufnahme



Eine weitere Rezension könnt ihr auf dem Blog von 4-mama nachlesen.
Weitere Informationen zum Buch und auch über die Autorinnen gibt es hier.

Es gibt auch eine Businessedition für selbständige Frauen.

Produktinformation


  • Broschiert: 104 Seiten
  • Verlag: communication; Auflage: 1 (2. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3000573038
  • ISBN-13: 978-3000573033
Das Buch wurde mir von den Autorinnen kostenlos zur Verfügung gestellt, meine Meinung zu dem Buch hat das aber nicht beeinflusst. Die gleiche Rezession hätte ich auch ohne Blogparade geschrieben.


Freitag, 17. November 2017

Lieblingsschnittmuster November


Der November ist schon zur Hälfte vorbei, aber es ist ja nie zu spät ein wenig in schönen Schnittmustern zu schwelgen. Hier bei uns auf der halben Frankenhöhe ist es jetzt schon ganz schön kalt. Wir hatten sogar schon den ersten Schnee. Da liegt es nahe, mit einer warmen Tasse Tee in meiner Schnittmustersammlung nach schönen Jacken- und Mäntelschnitten zu stöbern.

Hier meine Favoriten, welcher Jackenschnitte sind eure Lieblinge?

Ich liebe ja Dufflecoats und dieser Schnitt erinnert mich doch sehr daran. genäht mit einem Dubbleface, so wie auf dem Bild könnte der gut meine Übergangsjacken bei der Hunderunde ergänzen.

Nähtrends Nr. 8/16


Am Stadtmantel von Frau Crafteln kommt man irgendwie nicht vorbei. Ich habe ihn schon in so vielen Varianten gesehen, und mir gefällt die Form so gut.

       
Der Stadtmantel von Crafteln


An diesem Schnitt gefällt mir besonders die Kapuze.


Ein einfacher sehr klassischer Schnitt, geradezu gemacht fürs Büro.

Coat Bamboo von Waffle Pattern

Das ist der perfekte Begleiter für die Hunderunde mit ausreichend Taschen, Kapuze und schön warm. Allerdings dann wohl er nicht in gelb...

Utility Jacket Toasti von Waffle Pattern

Samstag, 21. Oktober 2017

Annäherung Süd in Würzburg vom 13.-15.10.2017

Endlich war es soweit. Der Tag für die Annäherung Süd war da. Mein erstes mal auf einem Nähtreffen.

Es ist schon erstaunlich, dass man seit 11 Jahren bloggen und sich seit Jahren in der Nähbloggerszene rumtreiben kann, ohne jemals auf einem Treffen gewesen zu sein. Aber so ist es, oder vielmehr so war es bis zum letzten Wochenende. Und ihr könnt mir glauben, das wird ein neues Hobby von mir. Von einem Nähtreffen zum andern tingeln, die besondere Atmosphäre schnuppern, viele kreative Hobbyschneiderinnen kennenlernen, klönen, nähen fachsimplen....ach, aber der Reihe nach.

Als kompletter Nähtreffanfänger, hatte ich die Vorbereitung dafür total unterschätzt. Immerhin hatte ich 4 Tage vorher ein Plan in der Tasche, nämlich den hier:



Ich hatte also schon mal Stoffe und Schnitte ausgewählt, aber noch keinen Strich kopiert, geschweige denn zugeschnitten. Ich gebe zu, die Tweets, die so langsam in meine Timeline bei twitter gespült wurden und über abgeschlossene Projekte und gepackte Koffer berichteten, machten mich etwas nervös.

Aber unter Druck arbeitet es sich bekanntlich am besten, auch wenn das bei mir zwar nicht stimmt, habe ich dann doch noch am Abend vor dem Freitag alle Schnitte kopiert und am Freitag im Morgengrauen noch einen Zuschnittmarathon hingelegt.





Punkt 13 Uhr waren alle Zuschnitte, Maschinen, Bügeleisen und Bügelbrett im Auto verstaut (sogar an eine Flasche destilliertes Wasser habe ich noch gedacht) und ich war bereit für mein erstes Nähtreffen bei wunderschönem warmen Herbstwetter und 23 Grad.

Die Jugendherberge in Würzburg liegt wunderschön direkt unter der Festung, nahe der Innenstadt, nur Parkplätze sind ein wenig rar gesät. Ich hatte allerdings Glück und habe einen Parkplatz direkt vor dem Haus ergattert.

Der Raum, in dem genäht wurde ist schön hell mit Fensterfronten auf beiden Seiten und einer großen Dachterasse. Aber erstmal war auspacken, sich orientieren und einrichten angesagt.


Die anschließende Vorstellungrunde kam mir sehr entgegen, zwar hatte ich einige Blogger schon erkannt, aber bei einigen musste ich passen und war froh noch einmal erinnert zu werden, wer wo aktiv ist. Instagram, das ich bisher immer abgelehnt habe, ist seid der Annäherung eine durchaus realistische Option für mich geworden.

Die vorgestellten Projekte hörten sich sehr spannend an, soweit ich das noch nachvollziehen kann, war von Indie Schnittmustern, Burda und Co, und einigen selbsterstellten Konstruktionen alles dabei.



Und dann gings los, was soll ich sagen, es ist genauso, wie immer beschrieben, es herrscht eine so konzentrierte, aber irgendwie doch sehr konstruktive Spannung über dem Geschehen. Alle vertieft in ihre Arbeit, trotzdem immer offen für Hilfestellung und Unterstützung, auch bereit für ein kleines Schwätzchen am Rande.

Ich hatte mit meinem Federwickelkleid begonnen und bin gut vorangekommen. Erst als ich das Oberteil ans Rockteil nähen wollte, hatte ich einen Knoten im Kopf und bin nicht mehr weitergekommen. Da war es dann aber auch schon 10 Uhr abends und ich beendete die Näherei für diesen Tag, was zu meinem großen Erstaunen wohl eher früh war, denn ganz viele nähten eifrig weiter bis nach Mitternacht, unglaublich, meine Konzentration war im Eimer.

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück frisch gestärkt weiter. Der Versuchung mit einigen andern zu Rene Lezard zu fahren und mich beim Fabrikverkauf mit sehr schönen und günstigen Stoffen einzudecken, konnte ich wiederstehen. Inzwischen bin ich mir aber gar nicht mehr so sicher, ob das  vernünftig oder schlicht schrecklich dumm war. Die Ausbeute der anderen war wunderschön und, ach ich denke nicht mehr drüber nach, sehr, sehr günstig. 



Mein Wickelkleid konnte ich dann problemlos fertignähen, immer wieder unterbrochen von schönen Gesprächen mit den anderen, ich wollte ja auch so viele Blogger und Näherinnen wie möglich persönlich kennen lernen. 

Mein zweites Projekt konnte ich dann noch vor dem Abendessen beginnen und wurde auch fast fertig. Aber der Einladung abends noch in Würzburg einen "Brückenwein" zu trinken nahm ich dann doch gerne an. Es war noch so schön warm abends, die Stimmung auf der Mainbrücke ganz wunderbar und natürlich hat mir als Fränkin der Silvaner gut geschmeckt.

Am Sonntag morgen konnte ich bei meinem Shirt noch die letzten Nähte fertig machen und war hochzufrieden mit meinem Ergebnis. Mein drittes Projekt konnte ich noch anfangen, aber das muss ich dann wohl zuhause fertig machen.




Bei der Abschlussrunde habe ich vor lauter Begeisterung ganz vergessen Bilder zu machen, ich hoffe, das wird von den anderen nachgetragen. Auf dem ganzen Heimweg und noch den ganzen Abend lang war ich voll geflasht von diesen drei Tagen und freu mich schon aufs nächste Jahr. Dann hoffentlich nicht mehr mit Stockbetten und ohne Bad, die Jugendherberge wird nämlich renoviert und erstrahlt dann hoffentlich in altem Glanz.

Weitere Berichte gibt es bei Alexandra, der ich auf diesem Weg ganz herzlich für die tolle Organisation danke.h dattps://twitter.com/Schdneckennasen/status/917375165436133376