Montag, 21. November 2016

Warum Frauen ab 50 genial sind?


Keine Ahnung, aber ich werde es ab heute herausfinden und berichten!

Es hat zumindest gar nicht Mal schlecht begonnen.

Samstag, 23. Juli 2016

Leb wohl, Belana!

Wir werden dich nie vergessen. Leb wohl! 
Du hast 13 Jahre unser Leben bereichert. 

DANKE!♥



Dienstag, 3. Mai 2016

Schritt für Schritt: Ein Blazer aus Harris Tweed entsteht

Dieses Thema geistert ja nun schon eine Weile durch meinen Blog und meinem Twitteracount und nachdem ihr mir bei der Stoffauswahl mit Rat und Tat zur Seite gestanden habt, dürft ihr nun am Entstehungsprozess auch teilnehmen. 




Außerdem erhoffe ich mir natürlich ganz viel Hilfestellung, denn die werde ich bestimmt nötig haben. Hier könnt ihr noch einmal alles über Stoffauswahl und ein kurze Einführung ins Thema Harris Tweed nachlesen.


Da der Stoff hinreichend teuer ist, ist ein Probeblazer notwendig, meine Erfahrungen rund ums Nähen eines solchen Kleidungsstückes sind durchaus begrenzt. Da ich das Probeteil aber gerne tragen möchte, entsteht dieses aus einem blauen Wollstoff, den ich mal für 10 Euro/m bei Buttinette ergattert habe. Der ist zwar deutlich dünner als der Tweed, aber ich hoffe, dass ich die Passform etc. trotzdem so anpassen kann, so dass sie dann taugt. Einen dunkelblauen Futterstoff von Hilfinger aus einem Restbestand habe ich dafür schon hier liegen. Das Futter für den Tweedblazer, Einlagen und sonstiges Zubehör fehlen noch komplett, dafür muss ich mich noch schlau machen.


Das Buch Couture Sewing habe ich mir zu Weihnachten gewünscht. Ein ganzes Kapitel ist dort dem "Tailored Jacket" gewidmet und ich hoffe, dass es mir bei meinem Vorhaben weiterhilft. Bis jetzt bin ich vor allem zutiefst beeindruckt, aber mein Gott, wer nicht wagt der nicht gewinnt....


Hier kann man die Stoffe noch etwas besser bewundern:





Als Schnittmuster schwebt mir Nr. 7445 von Simplicity aus der "Amazing Fit Collection" vor. Ich habe mir im Netz viele Blazer angesehen und mir gefällt diese Form mit den Prinzessnähten bis zur Schulter sehr gut. Das Schnittmuster gibt es in zwei verschiedenen Längen und in drei verschiedenen Weiten, wobei ich plane, den Probeblazer in der kürzeren Version zu machen, den Tweedblazer dann aber lieber in länger. 



Als nächstes werde ich also den Schnitt kopieren und die nötigen Anpassungen machen. In der Zwischenzeit plage ich mich mit der Auswahl der richtigen und passenden Einlage herum, das muss ich noch viel lernen, aber das wird dann ein neuer Post.




Montag, 2. Mai 2016

Bestrickendes



Schon lange ist mein letzter Beitrag her, und es liegt tatsächlich daran, dass ich in der letzten Zeit kaum etwas genäht habe. Wenig Zeit, kaum Motivation und tatsächlich war ich mir die ganze Zeit gar nicht so sicher, was ich eigentlich nähen will. Aber so langsam kommt der Frühling und so langsam merke ich, dass ich doch einige Kleidungsstücke benötige. 

Da ich meine Stoffe abbauen will, nicht etwa, weil mein Lager so riesig wäre, sondern weil es einfach schade ist, wenn die schönen Stoffe nicht in Form von Kleidern getragen werden, habe ich einen grünen Strickstofff zugeschnitten. 

Den habe ich schon vor langer Zeit bei Stoff und Stil bestellt und immer wieder habe ich überlegt, was ich aus diesem schönen Stoff machen soll, die Farbe gefällt mir nämlich außerordentlich gut. Geworden ist es eine länger Jacke mit modischem Wallekragen für laue Sommerabende. Der Stoff ist wirklich sehr zart. Das Schnittmuster ist aus der Augustburda von 2011 und ich habe vom Kragen bestimmt die Hälfte weggeschnitten und das Teil wallt immer noch ausreichend.

Für mich ist das sehr gewöhnungsbedürftig und ein Figurschmeichler sieht anders aus, aber zu einer weißen Short und Shirt, glaube ich, ist das genau richtig.

Trotzdem muss ich nach diesem Werk sagen, Gewirktes und Gestricktes ist nicht mein Ding. Ich nähe das einfach nicht gerne, es rutscht und flutscht und ....ach, ich weiß auch nicht. Vielleicht entdecke ich noch meine Liebe zu Jersey, wenn ich mal einen richtig guten Stoff gefunden habe. Bis dahin....


Vielleicht hilft mir ja der MMMay und ich bekomme ausreichend Inspiration. Auf jedem Fall freue ich mich darauf, all die Outfits zu bewundern.


Samstag, 13. Februar 2016

Wardrobebuilder: weiße Bluse!

Ich bin außerordentlich entzückt darüber, endlich mal einen angekündigten Plan auch in die Tat umgesetzt und, was noch besser ist, den Plan auch beendet zu haben.

Eine neue weiße Bluse schmückt meinen Kleiderschrank und die wird dort auch dringend benötigt. Ich habe diese Bluse ohne Änderungen genäht und sie sitzt selbst in Größe 38 noch locker, das macht aber nichts, denn seit die Wechseljahre immer näher kommen, habe ich ziemliche Gewichtsschwankungen. So passt die Bluse auch in Zeiten der Fülle.

Burda 10/2012 Nr. 122

Die Bluse war leicht und schnell zu nähen und sie gefällt mir sehr gut. Mir stehen halsferne Ausschnitte besser als hochgeschlossene und ein V-Ausschnitt geht sowieso immer. Die Bluse ist schlicht, was gut zu meiner Garderobe passt, aber durch die Lösung mit der Passe nicht langweilig.

Der benutzte Stoff ist nicht ideal, da zu durchsichtig, man sollte schon auf eher blickdichte, etwas festere Blusenstoffe achten. Meiner ist eine sehr dünne knitterige Baumwolle, wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann. Da ich mir aber ja Stoffabbau auf die Fahne geschrieben habe, wolle ich mir keinen neuen kaufen.

Ein Missgeschick ist mir allerdings passiert. Ich hatte die Knopfloch er mit einem blauen Kreidestift markiert, nach dem waschen dann die Knopflochrauten blau verfärbt, selbst mit Fleckenmittel ist das nicht ganz raus gegangen, sehr ärgerlich. Ich hoffe, darauf, dass sich das mit der Zeit gibt. Meine Kinder haben das gar nicht bemerkt und deshalb bleibt das nun so.

Zu meinem Stil passt dieses Oberteil hervorragend und wird bestimmt noch einen Zwilling bekommen. Bilder mit mir gibt es, wenn das Wetter endlich mal taugt zum Bilder machen.

Montag, 4. Januar 2016

Willkommen 2016!

Willkommen im neuen Jahr. 

Ich wünsche allen einen guten Start ins Jahr 2016, ich hoffe ihr seid alle gut rübergerutscht.

Eigentlich ist es in Bloggerkreisen ja üblich, einen Rückblick zu schreiben, was alles so im alten Jahr gewesen ist, aber meine Nähaktivitäten waren 2015 durchaus überschaubar, das kann man auch getrost geschwind nach blättern.

Was ist geplant im Jahr 2016?

So sieht die Wand in über meinem Nähplatz im Nähzimmer aus. 

 Ich habe die Bilder schon lange nicht mehr ausgetauscht und man sieht recht gut, womit ich meine Näherei gestartet habe. Wird Zeit, dass ich das mal auswechsle und einem echten Moodboard Platz mache. Ich nähe selten nach Plan und meide Sew Alongs, aber ein wenig Motivation über dem Nähplatz kann nicht schaden.





Das hier ist mein Stoffregal bzw -lager, und ich denke für viele von euch eher überschaubar. Trotzdem gibt es Stoffe, die hier schon einige Jahre lagern. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Auch die Stoffe, die ich wohl nicht mehr vernähen werde, sollen eine neue Heimat finden.

Sinn und Zweck der Übung ist, planvoller an Stoff und Schnitt heranzugehen. Bis jetzt habe ich eher projektbezogen genäht, was mir viele Einzelstücke in der Garderobe beschert hat. Das will ich versuchen zu ändern. Dazu gehört auch eine Inspektion meines Kleiderschranks, um fehlende Teile zu identifizieren. Diese Idee ist ja nicht gerade neu in der Nähbloggerwelt, aber deshalb nicht weniger sinnvoll. Das wird aber wohl erst in der zweiten Jahreshälfte Thema sein, vorher müssen die Stoffleichen weg.



In diesem Jahr, wenn auch erst gegen Ende, werde ich 50. Ich habe ja bereits vor einiger Zeit geschrieben, dass ich diesem Ereignis mit außerordentlich gemischten Gefühlen entgegen sehe. Komischerweise ist eine altersgemäße Garderobe im Moment bei mir kein vorherrschendes Thema mehr. Das hat mich vor einem Jahr noch deutlich mehr um getrieben. Mal sehen, ob da noch was kommt und es einen Post wert ist.



Konkrete Pläne habe ich aber trotzdem oder gerade wegen meines geplanten Stoffabbaus.

Eine rote "Harriet" aus der Victor Maison war geplant. Da nun aber Weihnachten und Silvester vorbei sind, gibt es für dieses Kleid keinen Anlass mehr in zeitlicher Nähe, deshalb rutscht sie ein wenig nach hinten.

Eine weiße Bluse steht schon lange auf dem Plan und ich glaube, die habe ich auch schon unzählige Male angekündigt. Das wird definitiv das nächste Projekt. 

Außerdem eine längere Jacke aus grünem Strickstoff. Vor einem Jahr habe ich 3 Meter dunkelblaue Schurwolle für 10 Euro ergattert, das wird mein Probeblazer für das "Harris-Tweed-Projekt". Mal sehen, wie viel dann noch davon übrig ist. 

Tja und der Tweedblazer wird wohl mein großes Projekt für 2016 werden. Da ich in der Regel wenig Nähzeit habe, wird mich das wohl bis Sommer gut beschäftigen.

Der Me Made Mittwoch wird bei mir wohl ein wenig in den Hintergrund rutschen, es dauert einfach immer so unendlich lange, bis ich vernünftige Bilder von mir geschossen habe, sehr oft werde ich dafür keine Zeit haben. Wann immer ich aber eine bisschen Zeit finde, werde ich dabei sein.

Freitag, 4. Dezember 2015

Ein ganz besonderer Stoff: Harris Tweed

Eine ganz besondere Geburtstagsüberraschung von meinem Mann hat dieses Jahr auf mich gewartet.

Ein Gutschein über Harris Tweed bei Inky Pinky. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, wie genial ich das finde.

Ich habe schon die ganze Zeit mit Tweed geliebäugelt und nach zwei Urlauben in Schottland, die zugegebenermaßen schon Jahrzehnte her sind, ist natürlich die Mutter aller Tweedstoffe schon immer in meinem Focus gewesen. Allerdins fand ich den Preis für die Stoffe und meine Nähkünste eher nicht kompatibel.

Was macht ihn so besonders, diesen besonderen Tweed?

Nun, da ist zum einen die Herkunft, Harris Tweed ist per Gesetz geschützt, Wikipedia schreibt:

Der Harris Tweed Act aus dem Jahre 1993 definiert Harris-Tweed wie folgt:
“Harris Tweed is cloth that has been handwoven by the islanders of Lewis, Harris, Uist and Barra in their homes, using pure virgin wool that has been dyed and spun in the Outer Hebrides.”

„Harris-Tweed ist ein von den Insulanern von Lewis, Harris, Uist und Barra in ihren Heimen handgewebter Stoff aus reiner Schurwolle, die auf den Äußeren Hebriden gefärbt und versponnen wurde.“
Jedes Kleidungsstück aus Harris-Tweed ist mit einem Echtheitsetikett ausgezeichnet, das das Markenzeichen des Harris-Tweed, den Orb, einen Reichsapfel, trägt.



Das ist ja schon mal ein cleverer Schachzug der Briten, bietet es doch den Bewohnern dieser kleinen Inselgruppe eine Einkommensmöglichkeit, großartige Alternativen wird es dort im hohen Norden kaum geben.

Obwohl wir damals nur die Highlands von Schottland besucht haben, haben wir es nie auf die Äußeren Hebriden geschafft. Wir hatten damals entgegen aller Erwartungen sehr warmes, sonniges Wetter, so dass die noch am Loch Lomond gekauften Wollpullover den ganzen Urlaub über auf dem Rücksitz müffelten. Es ist also fraglich,ob ich mir ein Stück Tweed mitgebracht hätte, selbst wenn wir auf die stürmischen Nordinseln gefahren wären.

Schottische Landschaft



Damals wusste ich noch nichts von den vielfältigen Eigenschaften des Tweeds. Da er aus reiner Schurwolle besteht, muss er nur außerordentlich selten gewaschen werden, er passt sich perfekt den Außentemperaturen an, kühlt im Sommer und wärmt im Winter, er hält den Wind und Feuchtigkeit ab. Perfekt für das wechselhafte Wetter in den Highlands, dort wird er von den Einheimischen jeder Outdoorjacke vorgezogen. Er ist praktisch unverwüstlich und hält bei guter Pflege ein Leben lang.



Die Harris Tweed Association, die mit dem Harris Tweed Act zur Authority wird, wacht über die Einhaltung des Gesetzes und hat einen sehr informativen Blog, der die Weber und die Menschen hinter dem Harris Tweed beschreibt. Wenn man dort liest, versteht man den hohen Preis für diesen Stoff. Absolut lesenswert.

Grund genug, also immer wieder auf diesen Stoff zu schielen. Und nun hatte mein Mann, der von Stoffen überhaupt keine Ahnung hat, einen Laden ausfindig gemacht, der eine große Auswahl an Tweedstoffen ausschließlich aus Schottland führt. Frau Pielhau die nette Besitzern und er haben sich also hinter meinem Rücken zusammen getan und so sass ich an meinem Geburtstag begeistert vorn einer Auswahl an Stoffstückchen aus Harris Tweed.

Frau Pielhau fährt selbst einmal im Jahr nach Schottland und kauft den Stoff dort ballenweise für ihre zwei Geschäfte. Die schöne Geschichte wie sie dazu kam, hat sie als kleine gedruckte Karte mitgeschickt.

Tja, und nun?



Die Twitter Gemeinde war sich überraschend einig: Roter Fischgrät!

Und ich muss zugegen, dass auch mir dieser Stoff spontan am besten gefallen hat. Aber Tweed ist reativ warm, ich möchte mir daraus eine Jacke machen, die ich draußen anziehen kann, wenn der Wind geht, und ich über die Felder mit dem Hund Gassi gehe (so meine Vorstellung), weniger eine Jacke fürs Büro. Ich kann mir gerade so gar nicht vorstellen, wie ich mit einer knallroten Fischgrätjacke durch die Wälder des Rangaus streife.

Also ist die Entscheidung gefallen knapp 4 Meter (und damit ein halbes Vermögen) hellblauer Fischgrät wird es werden.

Ende des Jahres wird unser Whiskeyfass, das schon seit 18 Jahren auf der Isle of Arran vor sich hinreift abgefüllt werden. Es wäre doch sehr schön, wenn ich dann die erste Flasche unseres eigenen Single Malts standesgemäß in einer Harris Tweed Jacke öffnen könnte.