Mittwoch, 3. Januar 2007

Die "Feuerzei"

Dass eine strenge und autoritäre Erziehung der Kinder nicht mehr zeitgemäß ist, darüber sind sich glaube ich alle einig. Was uns aber einen Tag vor Sylvester passiert ist, läßt mich ein wenig daran zweifeln.

Wir waren mit den Schnecken beim Essen und auf dem Weg zurück hat es das regnen angefangen. Wir waren mit dem Auto unterwegs, also nicht schlimm, aber Louisa wollte, als wir zuhause ankamen sofort mit ihrem neuen Schirm einen Spaziergang machen...Sicher, im Stockdunklen abends um 8.00 Uhr, sie hatte keine Chance. Sie bekam natürlich sofort einen ihrer präpubertären Anfälle. Normalerweise regelt sich das durch völliges Ingnorieren sehr gut, aber so kurz vor der Schlafenszeit wollte ich das Risiko eines drei Stunden dauernden Wutanfalls nicht eingehen. Ich habe versucht sie mit der Handpuppe des Polizisten vom Kasperltheater abzulenken, und habe sie im Spaß ein wenig geschimpft, warum sie sich so aufregt, da kommt doch gleich die Polizei..etc. Und war dann doch sehr überrascht.

Innerhalb von Sekunden war Louisa ruhig, hat dem Polizisten sofort erklärt, sie wäre jetzt nicht mehr "traubich", hat auf dessen Frage, ob sie nun ins Bett gehe artig genickt. Johanna war sofort Feuer und Flamme und die beiden haben sich von der "Feuerzeit" (für Louisa gibt es die Feuerwehr und die Feuerzei) die Hände waschen lassen, waren wie die Rekruten nebeneinander gestanden und haben sich von mir alias Feuerzei die Zähne putzen lassen mit weitaufgerissenem Mund, sind wie von der Terantel gestochen, auf Befehl des Polizisten nach oben gedüst, um sich dort problemlos Windel und Schlafanzug anziehen lassen.....

Innerhalb von einer viertel Stunde waren beide Kinder im Bett.

Ich muss glaube ich, meine Erziehungsmethoden überdenken!

1 Kommentar:

  1. Ich glaube Ute, ich sollte mir auch so eine Kasperle-Polizeipuppe besorgen*gg*.
    Lustig ist, daß wir hier auch "traubich" sind.
    LG-Ulli

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