Mittwoch, 28. Oktober 2009

Diese Sache mit dem Haushalt!

Seit 8 Jahren wohnen wir in unserem kleinen Häuschen. Ich denke, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass wir es im Großen und Ganzen selbst gebaut haben. Das ist auch der Grund, warum heute, selbst nach 8 Jahren irgendwie immer noch nicht alles fertig ist. Es gibt kein Zimmer in diesem Haus, wo nicht noch irgendetwas zu machen wäre und ich meine jetzt nicht die Dinge, die man regelmäßig erneuert, repariert, renoviert, sondern wirklich Sachen, die eigentlich noch nie fertig waren.

Seit 8 Jahren versuche ich, ein wenig Gemütlichkeit und Heimeligkeit und ein wenig eigenen Stil in dieses Häuschen zu bringen. Und es gibt tatsächlich Ecken, wo ich mir denke, wow, ja das ist genauso wie ich es mir vorgestellt habe, eine wenig ländlich, ein wenig kunterbunt, ein wenig Ute halt. Und es gibt hier Ecken wo ich mir denke, du großer Gott, da müsstest du echt mal wieder ran:


  • Der Eingangsbereich, wo ich ständig gegen Stapeln von Taschen, Mützen, Jacken und Schuhen ankämpfe, die, kaum weggeräumt, auf seltsame Weise wieder ihren Weg in den Hausgang finden.


  • Im Vorgarten, wo leicht vor sich hintrocknende Kübelpflanzen hässlich und braun werden, die mal wieder niemand gegossen hat und verschlissene Kissenauflagen auf den Bänken einfach nur häßlich aussehen.


  • Im Kinderzimmer, wo die Flut an im Kindergarten gemalten Bildern, gesammelten Objekten, Klamotten, die man einfach so hinschmeißt, Puzzleteile, die niemand mehr zuordnen kann etc., jede Schrankkapazität sprengen.


  • Im Keller, wo die Menge an leeren Kartons aus Internetbestellungen inzwischen sämtliche Regale verstopfen.
So geht es endlos weiter.


Und ich mitten drin gegen diese Eroberung meines Hauses ankämpfend, gegen Millionen von Hundehaaren, gegen ständige Schlieren auf Fenstern und Spiegeln, gegen Gassigehmatschfußspuren, gegen Unkraut im Garten, gegen Staub und Krümeln aus dem Katzenklo, gegen die Tatsache, dass wir einfach nicht genug Schränke für all unseren Kram haben, gegen die Tatsache, das der Haushalt in einer 3-Zimmer-Altbauwohnung überhaupt keine Vergleich zu einem 140 qm Haus mit Garten Hund, Katze und zwei Kindern ist.

Eigentlich hätte ich es mir denken können, aber ich bin echt überrascht. Ich habe heute geschlagene 8 Stunden geputzt, geräumt einfach mal Haushalt gemacht...(war mein freier Tag) von Wäsche mal komplett abgesehen, aber es sieht jetzt mal gerade so aus, dass man sagen, kann, ich muss nicht komplett in den Erdboden versinken, wenn jemand klingelt und reinkommt.
Was ich eigentlich sagen will, ich komme einfach nicht rum.
Der Vorgarten ist wieder ok, der Garten hinten eine Katastrophe, das Wohnzimmer ist aufgeräumt, gesaugt und gewischt, zum Staubwischen bin ich gar nicht gekommen, nur ein Kinderzimmer ist sauber, das andere nur aufgeräumt, die Küche ist aufgeräumt, aber weit entfernt von naja, hygienisch einwandfrei, die Bäder sind familien- aber sicher nicht besuchertauglich, das Arbeitszimmer wird nur noch abgesperrt, obwohl ich dort schon heftig zugange war. Fensterputzen....oje!


Versteht mich nicht falsch, ich liebe mein Häuschen, meinen Garten usw., aber das Ganze in Schuss zu halten, das finde ich schon echt anstrengend.


Wie regelt ihr das?

Kommentare:

  1. Liebe Ute,
    ich kann Dich ja sooooo gut verstehen! Mir geht es ganz ähnlich ... Seit 5 Jahren sind wir nun in diesem Haus und in jedem Zimmer gibt es noch etwas, was einfach nicht "fertig" ist. Meistens genügt der "Sauberkeitspegel" meinen geringen Ansprüchen, aber wenn mal unangemeldeter Besuch kommt ... *schäm*. Seit mein Mann und ich zusammengezogen sind, leisten wir uns einmal die Woche eine Putzhilfe, die die Grundreinigung übernimmt. Im Wohn-Eßzimmer saug ich einmal am Tag durch (vom "ordentlich" Essen sind die Zwergerl nämlich noch weit entfernt) Vor den Flecken und Kugelschreiberzeichnungen an den Wänden verschließ ich die Augen, bis die Zwerge mal im KiGa sind und wir mal wieder streichen...
    Unser Bad ist auch eine Katastrophe: 1962 gebaut, viel zu klein, knallrosa und überall lockere Fliesen... aber man kann ja nicht alles auf einmal renovieren, oder?!
    Also, ich kann den Tagesablauf eines "Pikobello"-Haushaltes wenig nachvollziehen, das ist mir unheimlich und so wurschtel ich mich durch die Hausarbeit und schau immer darauf, daß dabei auch ein wenig Zeit bleibt zum Entspannen...
    Liebe Grüße und nimms nicht so eng!
    Christel

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  2. Hallo Ute,

    hast Du gerade uns beschrieben *grins*

    Ich verschließ jetzt auch mal meine Augen... denn meine Family ist unterwegs... und ich darf einen Tag in meinem Nähzimmer verbringen...

    und morgen kann ich immer noch aufräumen, saugen, putzen, waschen, bügeln usw... denn diese Arbeiten gehen nie zu Ende...

    LG

    Andrea

    P.S. Auch das renovieren nicht...!!!

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  3. Hach, gut das es den anderen auch so geht. Ich habe zwar nur dei 3 Zimmer Altbauwohnung, aber zwei Kinder und einen Mann, die die Unordnung lieben. Das läßt sich leider nur schwer mit meiner Ordnungs- und Dekoliebe vereinbaren.Aber ich mach einfach solche Hauruckaktionen. Einmal pro Woche nehme ich mir ein Zimmer vor, das wirklich von oben nach unten geputzt wird. Die anderen nur oberflächlich. Funktioniert auch ganz gut. Ach ja und im Kinderzimmer sortiere ich regelmäßig mit meiner Tochter aus-sie hat das Prinzip mit ihren vier Jahren schon gut verstanden. Mama nimmt etwas in die Hand und sie sagt ob wegschmeißen oder aufheben. Und hinterher freut sie sich auch iwe aufgeräumt es doch sein kann ( sieht aber höchstens einen Tag so aus!!!!)
    Nicht verzweifeln-es gibt wahrscheilich überall die gleichen Probleme. Liebe Grüße!!!

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  4. :)ich habe einfach akzeptiert das ich es nicht so perfekt hinbekomme wie andere und gebe mein Bestes mehr habe ich nicht, aber ich sehe nicht ein mich deshalb verrückt zu machen. Ich bin nicht zum putzen auf diese Welt gekommen

    LG Dane

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  5. Ach wie schööön, ich hab grad sehr herzlich gelacht. Du könntest genauso gut über uns geschrieben haben... kann auch mit zwei Jungs, zwei Hunden, Mann and myself dienen. Dummerweise bin ich nicht der einzige Chaot in der Familie, das zieht sich durch alle Zimmer. Dazu noch Beruf + Selbständigkeit, Zeit fehlt also immer. Und das Bisschen, was bleibt, wird immer zu was "Sinnvollerem" als Putzen gebraucht. Obwohl also mein Chaos-Toleranz-Pegel extrem hoch ist, darf bei uns auch kein unangemeldeter Besuch kommen, ohne dass ich mit rotem Kopf dauernd irgendwas in irgendeine andere Ecke räume (und es nat. niiiieee wieder finde...)

    Also, Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist,
    Anja

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