Montag, 12. Dezember 2011

Weihnachtskleid-Sew-Along: Das Nähen!

Hatte ich schon erwähnt, dass ich meinem Plan gnadenlos hinterher hinke?

Aber immerhin ist inzwischen der bordeauxrote Stoffe angekommen und er ist wunderschön! Ich muss zugeben, 6 Meter Stoff, dass sind schon Ausmaße, die ich sonst nicht habe. Ich habe das Gefühl, der nimmt mein ganzes Nähzimmer in Beschlag. Das einzige Problem, dass ich sehe, ist die Tatsache, dass er ein wenig querelastisch ist. Dazu aber später mehr.

Eigentlich sollte es heute darum gehen, Probleme beim Nähen zu diskutieren. Aber soweit bin ich ja noch gar nicht, oder doch? Genau, wie mir letztendlich Christel und Julia vorhergesagt haben, ist das Probemodell in Größ 16 meilenweit zu groß. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich das Probemodell schon vor dem Rat zugeschnitten hatte.

Bei Oberweite und Hüfte hatte ich das ja auch erwartet, aber auch in der Taille sind es locker 4 cm zu viel. Hilft nix, das Ganze nochmal Retour und in Größe 14 zuschneiden, mal sehen, ob ich das dann damit angepasst bekomme, oder ob es dann doch die 12 wird......Mist, kostet natürlich Zeit.

Allerdings, ist das Kleid ansonsten nicht so schwer zu nähen, ich bilde mir ein, dass ich die Anleitung verstanden haben.

Interessant ist die Schnittführung, denn an die Passe werden die Ärmel genäht und das ganze wird dann sozusagen in das Kleid ohne Ärmel gesteckt, deshalb gibt es am oberen Ausschnitt auch keine Naht. Versteht man das? Allerdings denke ich, dass ich die Passe dann nicht aus Samt nähen kann, das wird dann an den Schultern einfach zu dick. Was wäre eine Alternative? Satin oder Seide?



Aber nun zu meinem Problem mit dem elastischen Stoff. Eigentlich sollte das ja von Vorteil sein, wenn man bedenkt, dass ich das Kleid ja an Weihnachten anziehen möchte, wo diverse Köstlichkeiten ja auch noch ihren Platz auf den Rippen finden sollten. Allerdings bekomme ich dann wirklich den nötigen Stand in das Oberteil, oder wäre es doch sinnvoll zu doppeln?

Aber wenn ja, dann stellt sich die nächste Frage, womit und was genau soll ich doppeln. Rock und Oberteil werden ja aus einem Stück geschnitten. Da gibt es keine Zwischenaht.

Ich bin noch unschlüssig, aber vielleicht hat ja jemand einen Tipp.

Ich habe keine Ahnung, ob ich das Kleid bis Weihnachten fertig bekomme. Aber das lass ich mal auf mich zukommen. Wenn nicht, dann wird es halt ein Silversterkleid, nähen werde ich es auf jeden Fall.

Die weiteren Weihnachtskleidnäher und -verzweifler gibt es bei Catherine.

Kommentare:

  1. ah, interessant ... die Ärmel also an die Passe annähen - raffiniert sind sie schon, die von Vogue!
    Setz Dich nicht unter Druck, das kann man vor Weihnachten nicht auch noch gebrauchen! Wie Du schon sagtest, dann wirds halt ein Silvesterkleid.
    Weiterhin gutes Gelingen wünscht

    Christel

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  2. Schwierig - ich glaube (ohne den Schnitt und den stoff genau zu kennen), dass der Schnitt auch mit leicht querelastischen Stoff ohne doppeln funktionieren sollte - diesen ganz engen, glattgebügelten Sitz wie auf den Zeichnungen vom Schnittmusterumschlag gibt es in Wirklichkeit sowieso nicht, das sieht in Wirklichkeit immer etwas anders aus. Vor allem wenn man nicht noch einzwängende 50er-Jahre-Unterwäsche darunter trägt.
    Die Sache mit der Passe habe ich nicht ganz verstanden - liegt sie doppelt, so dass Samt zu dick werden würde? Das wäre ja schade. Satin ginge natürlich auch - den würde ich dann aber mit Vlieseline verstärken, wenn quasi das ganze Kleid an dieser Passe hängt.

    Viele Grüße! Lucy

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