Mittwoch, 23. Juli 2014

Tipps und Tricks selbst probiert: Der unterlegte Abnäher

Ich bin stolze Besitzerin diverser Nähbücher, die ich gekauft habe, damit sich meine Nähkenntnisse verbessern und ich schmökere gerne darin, stelle mir vor, welche Technik ich an welchem Kleidungsstück ausprobieren möchte und stelle das Buch dann ungenutzt ins Regal zurück, um alles wieder so zu machen, wie immer.

Doof, gell?

Deshalb habe ich mir vorgenommen hin und wieder eine der beschriebenen Vorgehensweisen tatsächlich auch einmal selbst zu testen und hier darüber zu berichten. Die erfahrenen Schneiderinnen werden darüber wahrscheinlich müde lächeln, aber vielleicht ist doch ein Tipp für dein ein oder anderen dabei.

Das Kleid, das ich im Moment am Wickel habe, benötigt exakt genähte Abnäher. Damit stehe ich auf Kriegsfuß, ich nähe oft nicht exakt genug. Das würde mir aber dieser Schnitt nicht so recht verzeihen, also habe ich meine Bücher gewälzt und bin bei diesem hängen geblieben, das den "unterlegten Abnäher" erklärt und das scheint mir eine geeignete Methode für mein Kleid zu sein und deshalb habe ich es munter ausprobiert.

















Dabei wird der Abnäher mit einem Stück Stoff unterlegt, das ein Stück breiter und länger als der Abnäher ist. Dieser wird mit genäht.



Die beiden Stofflagen werden dann gebügelt und in passender Größe abgeschnitten. Das sieht dann von links so aus. Der Effekt ist, dass der Abnäher auf der rechten Seite schön liegt, weil auf beiden Seiten der Naht die gleichen Stofflagen sind.


So sieht es dann von rechts aus.



Hier zwei Bilder von einem herkömmlich zugegebenermaßen schlampig genähten Abnäher.


herkömmlicher Abnäher von links

herkömmlicher Abnäher von rechts

Ich bin ganz angetan vom Ergebnis, insbesondere für Kleider ist das eine tolle Methode.



Kommentare:

  1. Hallo Ute,
    die wahrheit ist, dass auch erfahrene Schneiderinen auch weiter lernen und bei weitem nicht alles sinnvoll machen oder alles wissen. das tolle ist,wenn 2 passionierte schneiderinen sich treffen, lernen sie voneinander:-) ich ahtte 2 jahre eine haute couture meisterin begleitet und es war ein sehr schöner austausch. man lernt nie aus, es gibt immer was neues und vor allem es gibt eine reiehe möglichkeiten wie man dies und jenes macht, es ist wie beim bau eines hauses. du kannst deine traufe so abdichten/ausbilden oder so, beides ist richtig nur unterschiedlich.
    wenn ich dein abnäher ohne unterlage angucke, kommt mir sofot eine frage in den sinn: wo beginnst du eigentlich zu nähen? am anfang oder am ende? ich fange immer von der spitze an und man darf niemald verrigeln. den anfang setze ich immer mit haaresbreite(im wahrsten sinne des wortes) vom bruch mit HAND, mache 2 stioche ebenfalls mit hand, erst dann nähe ich mit der maschine weiter. der 2ter wichtigste punkt ist das richtige bügeln des abnähers. ich habe das mal in den bilder gezeigt wie ich das mache, schau dafür mein post von juni "macaron-blob"

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    1. Hallo Julia,

      du hast Recht, den Abnäher ohne Unterlage habe ich nicht von der Spitze ab genäht, sondern von unten (War nur ein Stoffstück, um den Unterschied zu zeigen). Normalerweise nähe ich immer von der Spitze an, dann aber sofort mit de Maschine. Mit der Hand, das muss ich mal ausprobieren. Den Post schaue ich mir bestimmt an. Ich habe diesmal den Reißverschluss nach deiner Methode eingenäht und das ist viel schöner geworden. Gruß Ute

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    2. P.S. mit hand meine ich natürlich die nähmaschine, nur ich drehe das rädchen per hand-so hast du volle kontrolle,wo deine nadel sticht.

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  2. Ich habe das Buch auch und schaue auch immer wieder gerne rein aber beim Nähen falle ich trotzdem immer wieder zu den normalen Nähtechniken zurück anstatt die aus dem Buch auszuprobieren. Zu dem Buch gibt es übringens auch einen Craftsy Kurs.
    Den Abnäher wollte ich auch mal ausprobieren. Danke fürs Zeigen.
    Lieber Gruß, Muriel

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