Dienstag, 19. August 2014

Erste Herbstnäherei

Bei mir haben die Sew Alongs, an denen ich teilnehme immer eine gute Wirkung. Ich widme mich mit Hingabe ganz anderen Projekten und lasse den Sew Along links liegen. So auch diesmal... was auch immer dahintersteckt. Wie dem auch sei, ein Kleid ist fertig geworden und wie immer hat es deutlich länger gedauert als ich dachte.



Aber von Anfang an. Den Stoff schleppe ich schon seit ewiger Zeit durch mein Stofflager, ein Röckchen habe ich daraus schon genäht und trage es oft und  gerne. Der Stoff ist vom Stoffmarkt und wäscht sich wie ein Lumpen und ist durch einen leichten Stretchanteil superbequem. Eigentlich sollte aus dem besagten Reststoff eine Jacke für den Rock werden, aber daran habe ich mich nie getraut. Inzwischen ist der Rock so oft gewaschen worden, dass der Stoff nicht mehr für eine passende Jacke taugt.

Schon lange habe ich ein passendes Schnittmuster für den"Lumpen"stoff gesucht und mir dann diesen Schnitt rausgesucht:

Burda3/2013 Nr. 110



Tadaaaa, ein Etuikleid, wer hätte das gedacht.

Die Erkenntnis, dass mir mangels Taille schmale Kleider mit engem Rock besser stehen als Vintagkleider mit weiten Röcken und enger Taille, hat sich bei mir ja nun endlich durchgesetzt, zumal ich dafür auch eher bessere Verwendungsmöglichkeiten habe.

Bei diesem Schnitt hat mir der schön weite Ausschnitt und die A-Linie des Rocks sehr gut gefallen, für den Übergang zum Herbst finde ich auch die kleinen Ärmel sehr schön. Die Verzierungen mit Ripsband habe ich weggelassen, ich möchte das Kleid gerne mit unterschiedlichen Farben kombinieren.

Wie ich die Abnäher genäht habe, habe ich hier schon erklärt und das hat dem Kleid sehr gut getan.

Zum ersten mal habe ich die Methode von Julia zum Einnähen eines nahtverdeckten RV genutzt. Das hat allerdings erst geklappt, nachdem ich den Reißverschluß mit Hexensticken eingeheftet habe, so sehr hat sich der Stoff gedehnt. Dann aber wurde das wunderbar, ich werde nie wieder eine andere Methode nutzen.

Die Ärmel habe ich mit Schrägband verstürzt und mit Hand angenäht.




Dann war es aber mit dem wunderbar erst mal vorbei. Ich wollte das Kleid entgegen der Anleitung füttern, denn es sollte auch mit Strumpfhose tragbar sein, aber irgendwie wollte das nicht klappen. Sobald ich das Futter an den RV nähte hatte ich unschöne Falten im Rücken. Aber auch ohne Futter war mir klar, hier stimmt etwas nicht.

Mein Figurprobleme sind an der hinteren Hüfte, kleine Pölsterchen, die sich so rechts und links der Wirbelsäule auf Hüfthöhe breit machen, nicht wirklich tragisch, aber die hatte ich beim Nähen immer ignoriert. Aber diese Pölsterchen brauchen Platz, sonst sitzt das Kleid nicht und schlägt Falten. Das heißt direkt darüber muss ich bei der Taille mehr Höhe berücksichtige, die Taillenlinie sieht dann etwa so aus, wie auf dem mitteleren Bild und macht eine kleine Kurve nach oben.

Quelle: Fit for Real People, Pati Palmer & Marta Alto

Es nützt nichts einfach das Oberteil zu kürzen, denn sonst wird das Kleid auf der Höhe der Wirbelsäule zu kurz.

Jetzt sitzt es prima die Linie an der Taille ist da wo sie hin soll. (Die Puppe hat übrigens diese Pölsterchen nicht...)



Die Blume ist ein Provisorium. Ich habe mir für dieses Kleid eine größere Blume bei Dawanda machen lassen. Die ist noch unterwegs. Getragen wird das Kleid dann am Sonntag zum 80. Geburtstag der Schwiegermutter. Ich hoffe, dass ich bis dahin wieder gesund und bildtauglich bin.







Kommentare:

  1. Liebe Ute,
    gute Besserung! Ich drück dir die Daumen, dass du schnell wieder gesund wirst.
    Das Kleid ist perfekt geworden. Bin gespannt, welche Blume du dafür ausgewählt hast.

    Hab eine schöne Woche!
    Sanne

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  2. Ganz wundervoll und ich bin sehr gespannt auf Bilder an der Frau! Toll, das kleine Feinheiten beim Nähen immer ausgelebt werden können :)

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