Montag, 19. Oktober 2015

Mein erster Blazer - erste Schritte

Schon seit sehr langer Zeit plane ich, einen Blazer zu nähen und das von mir favorisierte Schnittmuster findet man in der ersten Burda, die ich je gekauft habe, im Januarheft/2008. Ich habe mich damals in das Kostüm schockverliebt und seitdem geht es mir nicht mehr aus dem Kopf. Es ist dieses hier:


Damals war ich weit davon entfernt, so ein schwieriges Projekt umsetzen zu können, aber nun habe ich mich dran gewagt. Ich mag die Form mit dem Schalkragen gern und auch die Tatsache, dass man den Blazer ohne Bluse tragen kann, gefällt mir sehr gut. Ich habe bald einen großen Kongress maßgeblich zu betreuen, mit Abendprogramm, da ist man mit so einem Kostüm immer richtig angezogen.

Auch wenn ich eine eifrige Burdanäherin bin, und mir dort alles eigentlich immer gut passt, war hier ein Probeteil angesagt. Einen Kragen und Paspeltaschen habe ich nämlich noch nie genäht.

Das Probeteil aus alten Bettlacken hat aber erstaunlich gut gepasst. Auf der Puppe sitzt es zugegebenermaßen lockerer als bei mir, aber Änderungen sind nicht notwendig. Ich habe Größe 40 zugeschnitten und auf die Probeärmel verzichtet:



Auch die Paspeltaschen waren weniger schwer als erwartet, wohl aber auch, weil diese zwischen der Seiten- und der Prinzessnaht liegen.


Stoffkombination ist der bereits für einen Rock vernähte schwarz-braune Fischgrätstoff mit heute gekauftem Futter. Eigentlich wollte ich ein schwarzes Futter haben, das hat es aber als Veneziafutter nicht gegeben. Ich bin aber ein absoluter Veneziafutterfan, das lässt sich so toll verarbeiten, dass ich mich zu dem Kompromiss bei der Farbe habe hinreißen lassen. Viel kann man auf dem Bild leider nicht erkennen, es wird aber besser, wenn ihr auf das Bild klickt.



Dies Woche wird zugeschnitten und ich hoffe, bis zum Wochenende den Blazer aus dem Oberstoff fertig zu haben.

Und ein Nähgadget habe ich auch noch für euch:
Auf meiner Einkaufstour durch den Stoffladen und der ständigen Suche nach vernünftigen Alternativen zur Schneiderkreide, bin ich auf den "Chako Liner" von Clover gestoßen. Was für ein geniales Werkzeug! Ich habe das noch nie gesehen, kennt ihr es?



Ich hasse die dicken Striche, bei Schneiderkreide, die irgendwann nach dem dritten zugeschnittenen Teil einfach da sind, weil die Kreide sich abnutzt und die Kreidestifte von Prym hören einfach irgenwann auf zu malen, es seid denn man spitzt sie ständig an. 

Hier habe ich feine dünne Linien aus Kreide, die man aufmalen kann ohne, dass sich der Stoff verzieht. 


Das Röhrchen ist mir Kreide gefüllt und durch ein Rad gibt es Kreide auf den Stoff ab. Es gibt viele verschiedenen Farben und inzwischen wohl auch eines in Stiftform. Ich hoffe sehr, dass es sich nun nach dem ersten Ausprobieren auch bewähren wird.


Ich halte euch auf dem Laufenden



1 Kommentar:

  1. Ja, an das Kostüm kann ich mich erinnern, sehr schön! Ich bin gespannt, wie es bei dir aussehen wird. Und auch, ob sich das Kreiderädchen bei dir bewährt. Ich habe auch mal so eins gekauft (es sieht etwas anders aus, ist nicht von clover), aber leider sind die Striche zu schnell wieder verschwunden. Vielleicht müsste ich schneller nähen ;-)

    Viel Erfolg beim Kostüm und LG
    anne

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